Kölner Jusos begrüßen Ausbau des Godorfer Hafens
Am Sonntag haben die Kölnerinnen und Kölner das erste Mal die Gelegenheit sich in der Planungsphase eines infrastrukturellen Großprojektes zu beteiligen. Die Jusos Köln begrüßen die von der SPD angestoßene Bürgerbefragung und werben für ein „Ja“ zum geplanten Hafenausbau in Godorf.
„Jeder vierte Container der in Niehl umgeschlagen wird, muss mit LKWs in den Süden Kölns gebracht werden – und verursacht dabei nervenraubende Staus, Lärm, Unfälle und schädigt unsere Straßen“ erklärt Katrin Bucher, Vorsitzende der Jusos Köln. „Es ist weder umweltpolitisch, noch wirtschaftlich vertretbar eine so große Masse an Containern täglich auf Autobahn, Militärring, Innere Kanalstraße oder Rheinuferstraße zu schicken“ ergänzt der Stellvertretende Vorsitzende Fabian Stangier.
Richtig ist, dass ein Naturschutzgebiet für den Bau eines weiteren Hafenbeckens weichen muss. In Abwägung mit den ökologischen Vorteilen des Ausbaus – ein Schiff ersetzt rund 150 LKW, außerdem wurde eine fast 1,5 mal größere Kompensationsfläche geschaffen – halten wir den Ausbau auch ökologisch für gerechtfertigt.
Der Ausbau in Godorf bietet dem Logistikstandort Köln die Möglichkeit ein attraktives Angebot auch im Süden Kölns zu etablieren – kürzere LKW-Transits von den Häfen zu den Produktionsstätten sorgen nicht nur für eine bessere Umweltbilanz, sie senken die entstehenden Transportkosten der dort ansässigen Unternehmen entscheidend. Niedrige Transportkosten sind in heutiger Zeit ein echter Wettbewerbsvorteil und sichern langfristig Arbeitsplätze in Köln und Umgebung.
Auch Jugendliche in Köln würden vom Ausbau profitieren, denn er schafft und sichert nicht nur Arbeitsplätze allgemein, sondern auch Ausbildungsplätze. Mehr junge Menschen bekämen die Möglichkeit im Umfeld des Godorfer Hafens einen Ausbildungsberuf zu ergreifen und auch anschließend in eine Festanstellung übernommen zu werden. Diese positive Perspektive für die Kölner Jugend liegt den Jusos Köln besonders am Herzen.
„Die erste Einwohnerbefragung in Köln am kommenden Sonntag ist ein Meilenstein“, so Bucher. „Wir fordern alle Kölner und Kölnerinnen auf, am 10.Juli abzustimmen und die Zukunft unserer Stadt mitzugestalten. Da das Wahlalter bei 16 Jahren liegt und Mitbestimmung durch junge Menschen ein wichtiger Bestandteil unserer Demokratie ist, rufen wir vor allem alle Jugendlichen zur Beteiligung an dieser Einwohnerbefragung auf.“


